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Armenian Development Agency (ADA)

Die ADA wurde 1998 von der Regierung der Republik Armenien mit dem Ziel gegründet, ausländischen Investoren und Exporteure den Zugang zum armenischen Markt zu erleichtern.
Die Armenian Development Agency (ADA) handelt als "one-stop shop" Agentur für Kapitalanleger und hilft Ihnen bei der Erreichung Ihres Geschäftserfolgs in Armenien. Wir helfen Ihnen bei der Projektplanung und -realisation, in der Kommunikation mit den relevanten Regierungsstellen und stehen jederzeit als Ansprechpartner und Informationsquelle zur Verfügung. Gerne helfen wir Ihnen auch bei der Beachtung der örtlichen Regulierungen und Gesetze.

GAGIK HAMBARDZUMYAN, Dr. rer. oec.
Offizieler Repräsentant in Deutschland

Brücke der Zusammenarbeit

Armenien besitzt eine dynamische, flexible und anpassungsfähige Wirtschaft, die die Herausforderungen eines aufgrund des zukünftigen Beitritts zur Europäischen Union und der weltweiten Globalisierung intensiveren Wettbewerbs annimmt. Durch die Umsetzung weit reichender Strukturreformen wurde die makroökonomische Stabilität gesteigert; dies führte zur Schaffung neuer Geschäftsmöglichkeiten für unternehmerische Investoren. Als östlichster Außenposten Europas liegt Armenien ideal, um als Knotenpunkt für Geschäfte mit Osteuropa, der früheren Sowjetunion, dem Mittleren Osten, Kaukasus und Asien zu dienen.

Armenien ist in die Lage als Transithandelszentrum in Region zu werden. Diese Entwicklung wird unter anderem auch die strategisch günstigen Lage Armeniens am Schnittpunkt verschiedener Kulturen und Zivilisationen, an der legendären Seidenstraße, dem zuverlässigen Abwicklungs- und Liefersystem zugeschrieben.

Der Grund für Armeniens Attraktivität als Geschäfts- und Investitionsstandort:
  • Strategisch günstige geographische Lage am Schnittpunkt zwischen Europa und Asien
  • stabiles Geschäftsumfeld, das auf dem Prinzip der freien Marktwirtschaft mit einer verstärkten Unterstützung von Privatinitiative basiert
  • makroökonomische Stabilität, die sich in stabilen Preisen und einer stabilen Währung zeigt
  • attraktives Steuersystem
  • sehr hoher Bildungsgrad der einheimischen Arbeitskräfte und Flexibilität im Umgang mit neuen Technologien
  • relativ niedriges und damit konkurrenzfähiges Gehaltsniveau und niedrige sonstige Kosten
  • Einhaltung des Verhaltenskodex der Europäischen Union für die Unternehmensbesteuerung und der Verpflichtung zur Beseitigung von schädlichen Steuerpraktiken entsprechend den OECD-Standardregelungen
  • einfache Verwaltungsverfahren
  • gut entwickelte wirtschaftliche Infrastruktur
  • einfacher Zugang zu den internationalen Märkten in Mittleren Osten, Kaukasus und Asien

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Gegenseitige Besuche

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier besuchte am 20. Februar 2007 Armenien. Jerewan war die letzte Station seiner dreitägigen Reise in den Südkaukasus. Außenminister Steinmeier traf mit dem ehemaligen Premierminister Andranik Margarjan und mit dem armenischen Außenminister Wardan Oskanjan zusammen.
Ende 2006 wurde im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik der Aktionsplan mit Armenien unterzeichnet. Der Aktionsplan ist auf fünf Jahre angelegt und soll eine weitgehende politische Annäherung an die Europäische Union sowie wirtschaftliche Integration ermöglichen.
Eine der Prioritäten der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ist die Weiterentwicklung der Europäischen Nachbarschaftspolitik, mit besonderem Blick auf die östlichen Nachbarn. Zentrales Anliegen ist die Festigung von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Marktwirtschaft in den Nachbarstaaten der Europäischen Union, um dort Stabilität und wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu fördern.
Der Südkaukasus spielt eine zunehmend wichtige Rolle als Energieförderer und als Transitregion. Während der Gespräche in Jerewan wurden unter anderem die Möglichkeiten der diversifizierten Gaslieferungen diskutiert. Im laufenden Jahr wurde die Gaspipeline Iran - Armenien in Betrieb genommen, die eine wichtige Verbindung für die Energieversorgung darstellt.
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Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Armenien ist seit dem 1.1.1994 als Entwicklungsland klassifiziert. Die Weltbank stuft ARM mit einem BIP von ca. 870 US $ per capita (Jahresdurchschnitt 2003, Berechnung mit ca. 3 Mio. Einwohnern) in die Gruppe der Niedrigeinkommensländer ein.

Die bilaterale entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit ARM wurde 1993 - zunächst nur im Bereich der TZ - begonnen. Erst nach dem Waffenstillstand im Nagorny-Karabach-Konflikt 1994 und der wieder verstärkten Reformanstrengungen wurde 1995 die Zusammenarbeit intensiviert und dies auch durch den Besuch von BM'in Wieczorek-Zeul im April 2001 mit Verkündung der Kaukasus-Initiative der Bundesregierung zum Ausdruck gebracht. 1995 standen erstmals auch Mittel der FZ zur Verfügung. Regierungsverhandlungen über die bilaterale WZ erfolgten seit 1995 turnusmäßig. Am 1.-3. April 2003 fanden die letzten Regierungsverhandlungen in Eriwan statt, vom 25.-26. Mai 2004 die letzten Regierungsgespräche in Eriwan. Die nächsten Regierungsverhandlungen wurden für das Frühjahr 2005 in Bonn avisiert.

Gemäß der Einstufung des BMZ in die Kategorie Partnerland sollen sich die Aktivitäten in Armenien im Bereich der TZ und FZ künftig auf einen Schwerpunkt konzentriert: die Bereiche Wirtschaftsförderung/Berufsbildung und Kommunalentwicklung/Entwicklung der kommunalen Infrastruktur sind für Armenien besonders wichtig. Die Rechtsberatungsprojekte sollen in einen regionalen Kontext eingebunden werden.

Im Rahmen der Kaukasus-Initiative sind seit 2001/2002 einige GTZ- und KfW-Programme in der Vorbereitungsphase bzw. bereits in Armenien angelaufen.

Der Gesamtbetrag der Zusagen ist auf ca. 117 Mio. € FZ sowie 17,02 Mio. € TZ aufgestockt worden. Hinzu kommen Maßnahmen der Ernährungssicherung in Höhe von 16,44 Mio. €. Damit erhöht sich der Gesamtbetrag der Zusagen der TZ auf 33,46 Mio. €.

Die Schwerpunkte der WZ liegen derzeitig und künftig in den Bereichen "Wirtschaftsreformen und Aufbau einer Marktwirtschaft" sowie "Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung". Letzteres beinhaltet ebenfalls den Sektor der Kommunalentwicklung. Die Zusammenarbeit in anderen Sektoren wie z. B. Gesundheit, Umwelt oder Energie soll künftig nur noch im Rahmen von überregionalen Programmen der Kaukasusinitiative erfolgen.

Nach fast 3-jähriger Vorbereitung wurde im Mai 2003 der endgültige Textentwurf der Poverty Reduction Strategy für Armenien vorgelegt. Am 8. August 2003 wurde dieser von der Regierung Armeniens. Seitdem gehen die Beteiligten mit großem Eifer die Umsetzung an. Der Premierminister hat sich dem Vorhaben vorangestellt und es zu einer nationalen Strategie (in Abhebung von Regierungsprogrammen) erklärt.
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Ausländische Hauptkapitalanleger in der Republik Armenien

Construction Telecommunications Audit, Consulting
Transportation
Hotels Banking Banking
Beverages Jewelery Mining and Metallurgy
IT Sector

EU und Armenien unterzeichnen Abkommen

Ende März 1996 schlossen die EU und Armenien ein umfassendes Abkommen über Partnerschaft und Kooperation ab.
Die Ziele sind:
  • einen geeigneten Rahmen für den politischen Dialog zwischen den Vertragsparteien zu schaffen, der den Ausbau der politischen Beziehungen ermöglicht;
  • die Bestrebungen Armeniens zur Festigung der Demokratie und zur Entwicklung ihrer Wirtschaft sowie zur Vollendung des Übergangs zur Markwirtschaft zu unterstützen;
  • die Ausweitung von Handel und Investitionen sowie ausgewogene Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Vertragsparteien zu fördern;
  • eine Grundlage für die Zusammenarbeit in den Bereichen Gesetzgebung, Wirtschaft, Soziales, Finanzen, zivile Wissenschaft und Technik und Kultur zu schaffen.

Mit dem Abkommen wird ein regelmäßiger politischer Dialog eingerichtet. Das Abkommen behandelt ferner den Warenverkehr, die Arbeitsbedingungen, die Niederlassung und Geschäftstätigkeit von Gesellschaften, den grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr, Zahlungen und Kapital, den Wettbewerb, den Schutz des geistigen, gewerblichen und kommerziellen Eigentums, die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Gesetzgebung, die wirtschaftliche Zusammenarbeit, Wahrung der Menschenrechte und Grundsätze der Demokratie, Zusammenarbeit bei der Verhütung von Straftaten und die Verhütung und Kontrolle der illegalen Einwanderung, die kulturelle Zusammenarbeit und die finanzielle Zusammenarbeit.

Das Abkommen enthält eine Menschenrechtsklausel, nach der das Abkommen auch einseitig ausgesetzt werden kann, wenn die wesentlichen Vertragselemente, d.h. die Wahrung der demokratischen Grundsätze, die Achtung der Menschenrechte und der marktwirtschaftlichen Grundsätze, verletzt werden. Das Abkommen legt den institutionellen Rahmen mit einem Kooperationsrat, einem Kooperationsausschuß und einem parlamentarischen Kooperationsausschuß fest. Die Maßnahmen für die Zusammenarbeit im Zollbereich werden in einem gesonderten Protokoll behandelt.
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Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:

OSZE (17.04.1992), UN (02.03.1992), Weltbank (16.09.1992), IWF (28.05.1992), WHO, UNIDO, UNESCO, EBRD, GUS, IAEO, WTO (05.02.2003), Natokooperationsrat, Schwarzmeer-Kooperationsrat, Europarat (25.01.2001), Vertrag über Kollektive Sicherheit

Armenien

Armenien blickt mit Stolz auf seine jahrtausende alte Geschichte zurück. Die heutige Republik Armenien ist nur ein kleiner Rest des historischen Siedlungs-gebietes der Armenier. Fremde Völker, die Araber, Mongolen, Turkvölker und Perser überfielen immer wieder das Land, herrschten über Jahrhunderte und dezimierten oder vertrieben die Armenier.
Die im Jahre 301 gegründete christliche Staatskirche ist die älteste der Welt. Bis heute hat das Christentum Land und Leute geprägt. Zahlreiche Kirchen oder Klosteranlagen, häufig einsam im Gebirge gelegen, zeugen davon. Im Jahre 405 hat der Mönch Mesrop Maschtoz das armenische Alphabet geschaffen. Armenisch ist heute die Amtssprache, aber neben der wachsenden Rolle des Englischen wird Russisch immer noch als zweite Kommunikationssprache gebraucht. Im 10. bis 13. Jh. erlebte die armenische Kultur eine Blütezeit. Die unzähligen mittelalterlichen Handschriften, vor allem literarische und wissenschaftliche Werke, Musik und die Mehrzahl der erhaltenen Kirchen gehören zum kulturellen Erbe aus dieser Zeit. Im späten Mittelalter schufen die Armenier umfassende Handelsnetzwerke zwischen Ost und West. Das große Trauma des armenischen Volkes, die Verfolgung und fast gänzliche physische Vernichtung der Armenier im Osmanischen Reich in den Jahren 1915/16, ist noch heute lebendig.

Die unabhängige Republik Armenien, im Mai 1918 ausgerufen, überlebte nur kurz. Seit 1920 war sie Teil der UdSSR. Die heutige Republik Armenien ist seit dem 21.09.1991 unabhängig, der 21. September ist daher auch der Nationalfeiertag. Im Januar 2001 wurde Armenien in den Europarat aufgenommen.
Armenien hat nach offiziellen Angaben etwas über 3 Millionen Einwohner, davon 96 % Armenier, daneben Russen, Kurden, Jesiden, Juden und Griechen. Trotz der häufig schmerzhaften Geschichte haben sich die Armenier ein gastfreundliches und hilfsbereites Wesen bewahrt.

Landschaftlich ist Armenien durch das karg bewachsene Hochgebirge gekennzeichnet, die durchschnittliche Höhe des Landes liegt bei 1.800 m. Höchster Berg ist der Aragats mit 4.095 m. Zu den Symbolen Armeniens gehört der biblische Berg Ararat, in der heutigen Türkei gelegen, um den sich zahlreiche Mythen ranken. Viele Hochgebirgsseen (größter: Sewan-See) und Flüsse (mächtigster: Arax) prägen die Landschaften im armenischen Hochland. Geschlossene Waldflächen gibt es praktisch nur im Nord-Westen und im Süden.
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Eriwan (Jerewan)

Die Gründung der Stadt, 782 v. Chr., geht auf den König Argischti I von Urartu zurück, der die Festung Erebuni erbauen ließ (heute am süd-östlichen Stadt-rand gelegen). Die Stadt befand sich, wie Armenien selbst, häufig unter Fremdherrschaft und wurde öfters zerstört. Mitte des 11. Jh. überfielen die Mongolen und Mitte des 16. Jh. die Turkvölker die Stadt. Ab dem 17. Jh. befand es sich bis zum Russisch-Persischen Krieg (1805-1813) unter persischer Herrschaft. Als es unter der Herrschaft des Zaren zum Zentrum des ostarmenischen Gebiets erhoben wurde, setzte eine rege Bautätigkeit ein. Der Straßenbau und die Eisenbahn sorgten für günstige Verkehrsverbindungen zu den Nachbarländern. Die Stadt war ein bemerkenswerter Industrie-standort und hatte renommierte wissenschaftliche Institutionen.

Die heutige Einwohnerzahl beträgt nach offiziellen Angaben 1,5 Mio. Eriwan ist eine sehr sichere Stadt. Von den typischen zweistöckigen Bauten des 19. Jh. gibt es noch einige im Zentrum der Stadt zu sehen (Abovjanstraße, Hanrapetutian Str.). Im Wesentlichen ist das Stadtbild aber durch Gebäude und Anlagen aus dem 20. Jh. geprägt. Neben den typischen sowjetischen Plattenbauten entstanden viele Bauwerke u.a. der Platz der Republik (aus dem rosafarbenen Tufstein) und das Eriwaner Opernhaus, beide erbaut durch den Stadtarchitekten Alexander Tamanjan. Der östliche Grüngürtel sowie zahlreiche Parkanlagen machen Eriwan zu einer grünen Stadt. Gegenwärtig boomt in Eriwan die Baubranche. Zu den größten Bauprojekten gehören u.a. die Allee Nord und die Kaskade. Die meisten von ihnen werden von Investoren aus der armenischen Diaspora verwirklicht.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die Nationale Gemäldegalerie und das Historische Museum am Platz der Republik, die Kaskade, das Matenadaran-Museum, das eine wertvolle Sammlung alter Handschriften beherbergt, sowie die Reste der Urartu-Festung Erebuni, die König Argischti I. 782 v. Chr. erbauen ließ.

Copyright © Deutsche Botschaft Eriwan


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